Voß Luftfahrttechnik und Service www.voss-aero.com
Home             Erprobung                 Film- und Fotoaufnahmen                   Displayflüge                    Ausbildung/Training                    Nachprüfungen                   Wartung                 Luftfahrttechnik
Rans S6 Film- und Fototür
Um auch bei mehr als 100km/h (VoffeneTür) ohne störende Fensterscheibe fotografieren zu können, wird eine Tür mit aufklappbarem Fenster gebaut.
pilot pilot pilot pilot
Die Originaltür von außen und .... ...von innen. Hier ist der Alu-Rohr-Rahmen gut zu erkennen. Auf eine Hozplatte wird die Kontur des original Türrahmens mit Holzklötzen übetragen. Dann wird das Rahmenrohr eingelegt und um die erste Ecke (ca.45°) gebogen. Die Biegungen werden alle kalt und ohne besondere Vorkehrungen durchgeführt, um den Aufwand gering zu halten. Bei dem 16x1,5mm Rohr sollte das gehen. Hier sind auch die zweiten 45° geschafft.
pilot pilot pilot pilot
Wichtig ist es die Biegung des Rohres nicht über nur einen Punkt bzw. eine Kante zu machen... ...deshalb sind im Biegeverlauf Schrauben eingedreht an die sich das Rohr beim Biegen anlegt. So werden viele sanfte Biegungen anstelle von einer scharfen durchgeführt. Das ist für diesen Zweck ausreichend. Besser wäre eine Formstück (Holz). Die Belastungen auf die Einspannung durch Holzklötze und die Schrauben sind enorm. Die Schraubzwinge hift die Spreizung der Klötze zu verhindern.
pilot pilot pilot pilot
Hier mussten nochmal stabilere Schrauben nachgesetzt werden. Die ersten hat es weggebogen. Durch dieses Malheur gibt es leider doch eine geringe Einschnürung. Das ist aber nochok so. So, alle Biegungen sind geschafft. Das Rohr von 2m ist zu kurz - war aber klar. Am Ende wird kurzerhand ein Stück angesetzt mit vernietetem Innrohr als Kraftübertragung.
pilot fotodoor pilot pilot
Dann noch das U-Profil für den oberen Abschluss auf Länge sägen und fertig ist der äußere Rahmen. Auf der Helling sind einige Markierungen und Notizen zu Bohrungen und anderen Bauteilen gemacht. Die mittere Strebe, ebenfalls 16 x1,5mm, ist auf Länge gesägt... ... und an den Enden passend zu den Rundungen des Außenrohres gefeilt. So gibt es schon einen Formschluss in einer Richtung. An das Außenrohr werden einfach zwei Unterlegscheiben (M6) angenietet. Die Scheiben passen mit 0,5mm Luft am Rand in das Mittelrohr. So gibt es in alle Richtungen Formschluss.
fotodoor fotodoor
fotodoor
fotodoor fotodoor
In der Tür kann jetzt gut der Fensterrahmen angepasst werden. Er besteht aus U-Profil (10x15x10mm - 2mm) oben und unten und 12x1mm Rohr an den Seiten. Die Ecken sind vernietet. Die Niete sind erstmal nur von der Innenseite, da außen ja noch die Fensterscheibe drauf kommt. Das Rohr musste leicht oval gedrückt werden um in das "U" zu passen. Türrahmen und Fensterrahmen halten jetzt schon durch wenige Niete zusammen. In dieser Position befindet sich das Fenster dann, wenn es auf geklappt ist.
fotodoor fotodoor fotodoor fotodoor
Das 2mm Polycarbonat (PC) ist angekommen. Es wurde (grob) zugeschnitten geliefert. Die Schutzfolie bleibt am Besten (im Gegensatz zum Foto) auf beiden Seiten drauf. Das ist aber sehr kompliziert mit dem Anzeichnen. Besser ist es erst einmal nur die Ecken der Scheibe frei zu legen.
Ganz perfekt würde diese Arbeit mit einer Schablone aus transparentem Kunststoff gehen. Hier wurde in den Ecken auf die Scheibe gemalt. Nachdem der Rahmen ausgerichtet ist werden die vier Ecken gebohrt. Durch das PC in den Alurahmen. Ein Niet (3mm Alu) steckt schon als Sicherung in der Bohrung.
Hier sind die Ränder vermessen, angezeichnet und dann zugesägt. Dann werden die anderen Nietlöcher gebohrt. Am besten immer gleich ein Niet einstecken, dann verrutscht nichts mehr. Alle Nietlöcher werden im PC dann noch auf 3,5mm vergrößert, um etwas Wärmedehnung zu ermöglichen. Die Löcher in Alu und PC werden entgratet und dann alle Niete wieder eingesetzt. Dann werden die Niete gezogen. Am Unteren Rand sind noch zwei Scharniere mit eingebaut, soll ja ein Klappfenster werden.
fotodoor fotodoor fotodoor fotodoor
Dann ist das Klappfenster bis auf den Verschluss schon fertig. Die untere Häfte der Tür wird nun mit 0,5mm Aluminiumblech (Baumarkt) beplankt. Das ist billigerund leichter als Polycarbonat, man kann aber nicht durchgucken. Es hat sich vom Zuschnitt so ergeben, dass es  zwei Stücke sind. Das unten liegende Blech wurde an der Naht auf ca 5mm 90° nach innen gekantet. Das erhöht die Steifigkeit der Oberfläche enorm. Hier kann man das 90° gekantete Blech von der Innenseite der Tür sehen.
fotodoorfotodoorfotodoor
Dann wurde das Blech außem herum zugeschnitten. und das Klappfenster an den Scharnieren angeschraubt.Hier die Befestigung der Scharniere. Am Fenterrahmen genietet und an der Zarge geschraubt - so lässt sich das Fenster einfach ausbauen.So, nun fehlt nur noch ein Fensterverschluss und dann der Einbau ins Flugzeug.
Bearbeitung von Polycarbonat (PC):

Feilen:
Es feilt sich sehr gut mit einer üblichen Metallfeile.

Schneiden:
Hier wurde es mit einer 1mm Stahltrennscheibe auf dem Trennschleifer geschnitten. Geht gut, aber man darf nicht zu langsam vordringen sonst schmilzt das Material hinter dem Schnitt wieder zusammen..

Bohren:
Es bohrt sich ausgesprochen leicht mit Stahlbohrern ohne jegliche Schwierigkeiten.
Noch besser wären theoretisch Kunststoff- oder Messingbohrer, die das "Hineinziehen" ins Material verringern sollen.

Biegen:
Ist hier nicht nötig, aber man kann PC um sehr enge Radien biegen ohne Weißfärbung, Risse oder Bruch.
Unter Wärme lässt es sich plastisch verformen. Optisch kommt es dabei aber zu starken Verzerrungen.
Der Temperaturbereich zur Thermoformung ist sehr eng. Erst wird es weich und kurz darauf wirft es Blasen.
Bearbeitung von Aluminium(-blech):

Schleifen:
mit handelsüblichem Schleifpapier

Feilen:
mit normalen Metallfeilen
Schneiden:
Blech bis zu ca. 1mm schneidet sich am besten mit einer Hand-Blechschere.
Dickeres Material und Profile,Rohre,... lassen sich am besten mit einer Eisensäge schneiden.
Bohren:
Metallbohrer führlen sich hier wie zu Hause. Bei größeren Materialdicken sollte mit Bohrflüssigkeit gekühlt werden.
Biegen:
Aluminium lässt sich sehr gut kalt biegen, je nach Legierung und Biegeradius kann es aber zu Rissen kommen. Da hilft es den Bereich der Biegung zum Formen auf ca. 300-400°C zu erwärmen. 450° sollten nicht überschritten werden.
<< ZURÜCK zum Seitenanfang © T.-P. Voß 2009-2011